Baukultur & Energie-infrastruktur 11-12.11.26
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Walter von Moos Promenade 1, 6005 Luzern
Informationen
Datum: 11. November 2026 - TAGUNG
Datum: 12. November 2026 - GESPRÄCHE
11.11.: von 9 bis ca. 17.30 Uhr mit anschliessendem Apéro
12.11.: von 8.30 Uhr bis ca. 14 Uhr
Treffpunkt, 11.11.: Aula «Perron», Walter von Moos Promenade 1, 6005 Luzern
Kosten: CHF 249.–
Sprache: Deutsch
Interdisziplinärer Teilnehmerkreis
Anmeldung zur TAGUNG
Melden Sie sich hier für die Tagung vom
11. November 2026 an:
Mit der Anmeldung erkläre ich mich einverstanden, dass die Veranstalter – Stiftung Baukultur Schweiz, Hochschule Luzern – Technik & Architektur, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz - die Fotos/Videos bei Bedarf in ihrer Kommunikation verwenden dürfen.
Baukultur & Energieinfrastruktur
Die Energiewende verändert nicht nur unsere Energieversorgung, sondern auch unsere Landschaften, Siedlungen und Infrastrukturen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, neuer Speichertechnologien und leistungsfähiger Verteilnetze stellt die Gesellschaft vor zentrale Fragen: Wie können technische Anforderungen, räumliche Qualität und gesellschaftliche Akzeptanz zusammengeführt werden? Welche Rolle spielt die Baukultur bei der Gestaltung der Energieinfrastruktur von morgen?
Die gemeinsame Jahrestagung der Stiftung Baukultur Schweiz, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und der Hochschule Luzern – Technik & Architektur widmet sich diesen Fragen aus einer interdisziplinären Perspektive. Vertreter:innen aus Politik, Energiewirtschaft, Planung, Architektur, Landschaftsarchitektur, Forschung und Finanzwirtschaft diskutieren aktuelle Herausforderungen, zeigen nationale und internationale Beispiele auf und entwickeln gemeinsam Kriterien für eine qualitätsvolle Gestaltung der Energiewende. Im Zentrum stehen die Davoser Qualitätskriterien und die Frage, wie Energieinfrastrukturen als Teil unseres Lebensraums verstanden und gestaltet werden können.
Die Tagung bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, über diese Themen zu diskutieren und praxisnahe Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zu formulieren.
Tagung und Gespräche
Programm der Tagung vom 11. November 2026
Vielfältige Inputreferate und Podiumsdiskussionen zu Baukultur und Energieinfrastruktur
Session 1
Versorgung gestalten: Energieausbau und Landschaftsschutz im Dialog
Session 2
Transformation alpiner Landschaften: Zielkonflikte rund um Wasserkraft
Session 3
Integration Siedlungsraum: Ästhetik zwischen Bestand und Ausbau
Session 4
Infrastruktur mit Mehrwert: Synergien durch Multifunktionalität
Gespräche vom 12. November 2026
Walking Think-Tank
Energiezentrale WWZ Unterfeld, Zug
Ende der Tagung mit dem Abschluss der zuvor erarbeiteten Thesen in der Skylounge in Zug.
Programm der Tagung
Mittwoch, 11. November 2026
Hochschule Luzern – Technik & Architektur Aula «Perron», Walter von Moos Promenade 1, 6005 Luzern
Moderation: Ludovica Molo, Architektin, Direktorin des Istituto internazionale di architettura
Ab 9.00
Begrüssung und Auftakt
Enrico Slongo, Präsident der Stiftung Baukultur Schweiz
Prof. Manfred Huber, Direktor Hochschule Luzern - Technik & Architektur
Energiewende: Herausforderungen für die Energieinfrastruktur
Prof. Dr. Andreas Stöckli, Universität Freiburg | ElCom
Einführendes Gespräch zwischen den drei Projektpartnern
- Ariane Widmer Pham, Stiftung Baukultur Schweiz, Stiftungsrat
- Franziska Grossenbacher, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Co-Geschäftsleiterin
- Prof. Dr. Torsten Lange, Hochschule Luzern, Leiter Institut für Architektur
9.30
Inputreferate – Block 1
Energieinfrastruktur im Wandel
Erneuerbare Energien und ihre materiell-räumlichen Dimensionen
Prof. Adrian Altenburger, Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Zur Standortwahl für erneuerbare Energien
Akzeptanz und Imageability
Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey, ETH Zürich
10.10
Kaffeepause
10.40
Inputreferate – Block 2
Memorandum zur Landschaftsästhetik in der Energiewende
Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Universität Hamburg
Herausforderungen im Spannungsfeld von Energieversorgung, Raumplanung und Baukultur
Wie lassen sich die Strategien des Bundes in den Bereichen Energie, Raumplanung und Baukultur aufeinander abstimmen? Vertreter der Bundesverwaltung diskutieren die Schnittstellen, Herausforderungen und Synergien der verschiedenen Politikbereiche.Dr. Franz Rutschmann, Leiter Sektion Erneuerbare Energien BFE
Dr. Oliver Martin, Vizedirektor, Leiter Direktionsbereich Kulturerbe und Baukultur BAK
Reto Camenzind, Co-Leiter Siedlung & Landschaft ARE
11.20
Podiumsdiskussion mit Referierenden
Gemeinsame Diskussion der Referierenden
Moderation: Ludovica Molo & Prof. Dr. Torsten Lange
Ziel: Vorbereitung der Parallelsessions und Erarbeitung erster Thesen.
12.00
Mittagspause
13.30
- Film Master HSLU Studio Architektur & Struktur
- Präsentation der Swiss Case Studies
14.15
Parallelsessions
In vier praxisbezogenen und interaktiven Parallelsessions werden unterschiedliche Aspekte an der Schnittstelle von Baukultur und Energieinfrastruktur beleuchtet.
Session 1
Versorgung gestalten: Energieausbau und Landschaftsschutz im Dialog
Anhand wegweisender Schweizer Fallbeispiele diskutieren Fachpersonen aus Energieversorgung, Planung und Landschaftsschutz, wie der Ausbau erneuerbarer Energien im Einklang mit einer hohen Baukultur gelingen kann. Im Fokus stehen Strategien, den Erhalt von Lebensräumen und Kulturlandschaften mit den Ausbauzielen der Energiewende zu verbinden.
Fallbeispiele
- Erneuerung Flusskraftwerk Hagneck
- Windpark Mont Croisin
- Solaranlage Mont-Soleil
Leitung Session:
- Franziska Grossenbacher, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
- Dr. Massimo Laffranchi, Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH
Session 2
Transformation alpiner Landschaften: Zielkonflikte rund um Wasserkraft
Der Klimawandel transformiert alpine Landschaften: Gletscher und damit verbundene Ressourcen gehen verloren, gleichzeitig entstehen neue Räume, beispielsweise Gletschervorfelder. Diese bieten Potenziale für Biodiversität, Tourismus sowie Wasserspeicher zur Erzeugung erneuerbarer Energie und zur Wasserversorgung tieferliegender Gebiete. Daraus ergeben sich neue Nutzungsansprüche und Zielkonflikte bei der (baulichen) Transformation alpiner Landschaften. Die Session beleuchtet diese Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze im Spannungsfeld von Schutz und Nutzung.
Fallbeispiele / Inputreferate
- Das Palimpsest der Schweizer Energielandschaften
- Gletschervorfelder – Potenziale für die Wasserkraft
- Konflikte im Zeichen einer beschleunigten Energiewende
- Wasserkraftwerk Trift (voraussichtlich)
- Alpine Zukunftsbilder in Zeiten des Wandels
Leitung Session:
- Dr. Elke Kellner, Hochschule Luzern - Wirtschaft
- Andreas Stettler, hydrosuisse
Session 3
Integration Siedlungsraum: Ästhetik zwischen Bestand und Ausbau
Behandelt werden Lösungsansätze für eine verträgliche Integration erneuerbarer Energien in den Siedlungsraum. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Architektur, Denkmalpflege und Planung diskutieren anhand herausragender Schweizer Fallbeispiele, wie erneuerbare Energien sensibel und qualitätsvoll in bestehende Siedlungs- und Ortsbilder integriert werden können.
Fallbeispiele
- Gesamterneuerung Gebäudeensemble Wallstrasse, Basel
- Alte Gewerbeschule Petersgraben, Basel
- Lärmschutz- und Gestaltungskonzept Oberkuonimatt, Kriens
- Studie zur architektonischen Integration von Wärmepumpen, Genf
Leitung Session:
- Prof. Alexa Bodammer, Hochschule Luzern - Soziale Arbeit
- Samuel Summermatter, Plan-E AG
Session 4
Digitale Infrastruktur mit Mehrwert: Synergien durch Multifunktionalität
Digitale Infrastrukturen verfügen mit Blick auf die Energiewende über unterschiedliche Potenziale und Herausforderungen. Die Session beleuchtet anhand innovativer Praxisbeispiele und wissenschaftlicher Perspektiven das Potenzial multifunktionaler Infrastrukturen für die Energiewende. Im Fokus stehen Synergien zwischen Energie, Digitalisierung und Baukultur.
Fallbeispiel
- Rechenzentrum D4 Infomaniak, Genf
Leitung Session:
- Prof. Adrian Altenburger, Hochschule Luzern - Technik & Architektur
- Dr. Damjan Kokalevski, Architekturmuseum der Technischen Universität München
15.45
Pause
16.15
Schlusspodium
Gemeinsame Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Parallelsessions.
17.00
Resümee und Ausblick – anschliessender Apéro
Ausblick auf die 7. Jahrestagung und Gespräche 2027
Gespräche
Donnerstag, 12. November 2026
Walking Think-Tank
Energiezentrale WWZ Unterfeld, Zug
Lütjens Padmanabhan Architekten und Bischoff Landschaftsarchitektur, Ausgezeichnet mit dem Swiss-Arc Award 2025
08.30
Individuelle Anreise nach Unterfeld
09.00
Besichtigung der Energiezentrale WWZ Unterfeld und Walking Think-Tank
10.30
Transfer zur Skylounge in Zug
11.00
Kaffee / Snack
11.30
Gespräche der Stiftung
Baukultur Schweiz
Gemeinsamer Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Energiebranche, Planung sowie den Projektpartnern.
13.30
Schlusswort und Zusammenfassung der Thesen
Veranstalter
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur ist das Kompetenzzentrum der Zentralschweiz für Architektur, Bau, Technik und Nachhaltigkeit. Sie verbindet Ausbildung, Forschung und Praxis und engagiert sich für innovative Lösungen im Planen und Bauen.
Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP)
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz setzt sich seit 1970 für die Erhaltung und qualitätsvolle Weiterentwicklung der Schweizer Landschaften ein. Sie engagiert sich für eine nachhaltige Raumentwicklung und fördert den Dialog zwischen Natur-, Landschafts- und Ortsbildschutz sowie den vielfältigen gesellschaftlichen Nutzungsansprüchen.

Stiftung Baukultur Schweiz
Die Stiftung Baukultur Schweiz ist eine nationale, neutrale und politisch unabhängige Stiftung. Sie wurde im Frühjahr 2020 gegründet. Sie bringt Akteure zusammen, schafft Plattformen, initiiert Prozesse und setzt sich für diejenigen ein, die Grundlagen für Baukultur erarbeiten oder umsetzen.

Kontakt
Stiftung Baukultur Schweiz
Geschäftsstelle
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Tel.: +41 31 356 90 00
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